Raclettekäse

Schweizer Halbhartkäse aus pasteurisierter Kuhmilch

  • Geschmack: intensiv würzig
  • Konsistenz: zartschmelzend und sehr cremig
  • Fettgehalt: mind. 45% Fett i.T.
  • Reifezeit: mind. 3 Monate

Angebot / Sorten:

  • Natur
  • geräucht
  • Knoblauch
  • Curry
  • Diavolo (Pfeffer/Chili)
  • ½ oder ¼ Laibe, Scheiben 300g ohne Rinde

Nährwert pro100g:

  • Energiewert 1430 kJ / 345 kcal
  • Eiweiss 25g
  • Kohlenhydrate < 1 g
  • Fett 27g
  • Kochsalz 2.1 g

 

Geschichtliches

Im Mittelalter erhitzten die Sennen den Raclettekäse am offenen Feuer und schabten den weichen, duftenden Käse auf den Teller ab. Schweizer Raclettekäse, ein köstliches Stück reinster Natur, wird noch heute nach altem Rezept und mit grösstem handwerklichem Können hergestellt. An der Zubereitungsart des Schweizer Nationalgerichts «Raclette» hat sich nicht viel verändert, nur sind die offenen Feuerstellen seltener geworden. Deshalb schmelzen die Raclette-Liebhaber den Käse heute mit den praktischen Racletteöfen, die überall im Handel erhältlich sind. Das Rezept bleibt einfach: Man nehme ein paar Freunde, ein schönes Stück Schweizer Raclettekäse, einige Beilagen sowie ein, zwei Gläschen Wein oder eine Tasse Tee – gute Laune und Gemütlichkeit sind garantiert.

Raclette kennt man schon seit Jahrhunderten, «raclettiert» wird erst seit 2008. Laut Schriften aus Klöstern von Ob- und Nidwalden dürfen wir annehmen, dass Wilhelm Tell bereits 1291 «Bratchäs», wie Raclette damals noch genannt wurde, genossen hat. Dabei wurde der Raclettekäse an einem offenen Feuer geschmolzen und die weich gewordene Masse nach und nach auf einen Teller abgestreift.
Generation um Generation hat über Jahrhunderte das Wissen um die Herstellung des einzigartigen Produktes und die Leidenschaft für den Genuss weiter gegeben und verfeinert. Heute steht Raclette für ein wichtiges Stück Tradition und Kultur – Genusskultur. Raclette ist also ein echtes Stück Schweiz – und nur die Marke Raclette Suisse® garantiert Naturreinheit, Spitzenqualität und Produktsicherheit.

Kein Namensschutz

In der Schweiz sollte der Raclettekäse als Herkunftsbezeichnung (Appellation d’Origine Contrôlée, AOC) rechtlich geschützt werden – da das Raclette eine typische Walliser Speise sei, dürfe der Käse nur dann als „Raclettekäse“ verkauft werden, wenn er im Wallis hergestellt wurde.

Allerdings wird die grosse Mehrheit des schweizerischen Raclettekäses gar nicht im Wallis hergestellt; so wurden z. B. 2005 rund 11 000 Tonnen Schweizer, aber nur 2000 Tonnen Walliser Raclettekäse hergestellt. Außerdem wird der typische Walliser Raclettekäse aus nicht pasteurisierter Rohmilch hergestellt. Damit Rohmilchkäse aber ohne gesundheitliche Bedenken verzehrt werden kann und einen vollen Geschmack entwickelt, dürfen die Milchkühe nicht mit Silagefutter ernährt und müssen daher über den Winter mit Heu versorgt werden.

Im Juni 2006 entschied die Rekurskommission des Eidgenössichen Volkswirtschaftsdepartements, der Begriff bezeichne ursprünglich nur ein Gericht und nicht den Käse selbst und sei somit nicht schützenswert.

Im November 2007 entschied das Schweizerische Bundesgericht, Raclette sei ein Gericht, aber keine schutzwürdige Ursprungsbezeichnung. Der Name „Raclette“ für einen Käse ist daher frei verwendbar. Allerdings verfügte das Bundesgericht auch, der im Wallis hergestellte Käse solle den Herkunftsschutz „Raclette du Valais AOC“ erhalten.